INSEK: Digitale Akteurswerkstatt zum integrierten nachhaltigen Stadtentwicklungskonzept Kaiserslautern

INSEK: Digitale Akteurswerkstatt zum integrierten nachhaltigen Stadtentwicklungskonzept Kaiserslautern

Veröffentlicht am: 24. Juli 2024Kategorien: Top News

Sagt Ihnen der Begriff INSEK etwas?
Ein Integriertes Nachhaltiges StadtEntwicklungskonzept Kaiserslautern, oder kurz INSEK, ist ein strategisches Planungsinstrument, das die künftige städtebauliche Entwicklung für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre für die Gesamtstadt steuert.

Ziel des Konzeptes ist es, Themen und Herausforderungen der künftigen Stadtentwicklung zu erkennen, Leitlinien und Maßnahmen zu erarbeiten und diese zu einem zukunftsfähigen und gesamtheitlichen Konzept zu verbinden.

Die Stadt Kaiserslautern steht, wie viele andere Städte in Deutschland, vor Veränderungen und Herausforderungen.
Um diese Veränderungen und Herausforderungen als Stadt aktiv, nachhaltig und planvoll zu entwickeln und zu steuern, empfiehlt sich die Erarbeitung eines Stadtentwicklungskonzepts.

Bürger sowie Akteure des städtischen Lebens bekommen dabei im gesamten Prozess die Chance, sich aktiv in die Gestaltung ihrer Stadt einzubringen.

Anfang Juni trafen sich einige lokale Akteure, darunter auch Vertreter des Handelsverband Südwest, zu einer gemeinsamen digitalen Akteurswerkstatt.
Im Fokus der Veranstaltung standen drei Themenkomplexe:

  1. Nachbarschaften + Lebenswelten
  2. Grünräume, Klimawandel + Mobilität
  3. Arbeitswelten, Hochschulbildung + Forschung

 

  • Nachbarschaften + Lebenswelten

Wo und wie wird gewohnt?:
Im ersten Schritt wurde festgestellt, wo denn überhaupt gewohnt wird. Während dann im Anschluss geklärt wurde, wie dies am liebsten gemacht wird. Antwort hierfür: Am liebsten im Eigenheim.
Kaiserslautern ist bunt:
Menschen aus rund 150 verschiedenen Nationen leben in Kaiserslautern. Über ein Drittel der Bevölkerung hat Wurzeln im Ausland.
Kleinere Haushalte, größere Häuser:
Die durchschnittliche Haushaltsgröße im Jahr 2011 beträgt in KL 1,9 Personen. In 2018 hat sich dieser Wert auf 1,8 Personen weiterentwickelt. Man geht davon aus, dass dieser Trend weiter gehen wird und im Jahr 2040 nur noch 1,7 Personen/Haushalt wohnen werden.
Die Wohnfläche pro Kopf erhöht sich dabei von 2011 44,4 m2 in KL auf 48,2m2 in 2018.
Potenziale:
Potenzialflächen für neue Stadtquartiere sind in KL schwierig zu finden, da ein Großteil der Fläche vom amerikanischen Militär belegt ist. Das diese irgendwann freigeben wird, ist eher unwahrscheinlich.

  • Grünräume, Klimawandel + Mobilität

    Neben Möglichkeiten der Erholung bzw. „Pausen im Grünen“ wurde hier auch die Herausforderung Klimawandel thematisiert. Dabei wurden unter anderem starke Hitzebelastungsfelder und stark regenrisikogefährdete Gebiete identifiziert.
    In KL haben wir zudem 53% PKW-Individualverkehrsnutzung. Im Gegensatz zu anderen Oberzentren, die mit 47% PKW-Nutzung unterwegs sind. Mit 29% ist bei uns aber der Fußgängerverkehr stärker als in anderen Städten mit 27% Fußgängern. Der Fahrradverkehr (7%) sowie der ÖPNV (10%) wird unterdurchschnittlich genutzt.

  • Arbeitswelten, Hochschulbildung + Forschung

    Wir haben zudem ein positives Pendlersaldo, denn 31. 307 Personen pendeln zum Arbeiten nach KL ein.
    Auspendler haben wir lediglich 15. 103, so dass täglich 16. 204 Personen mehr ein- als auspendeln.
    Beim Handel wurden außerdem die unterschiedlichen Schwerpunkte identifiziert. So z.B. das Gewerbegebiet, das K in Lautern mit der Innenstadt, der PRE-Park, Pfalzcenter oder auch die Hohenecker Straße.

Die letzten Artikel

Polizeiliche Kriminalstatistik 2025: Ladendiebstahl weiterhin auf hohem Niveau

27. April 2026|HVSUEW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Top News|

Die kürzlich veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 bestätigt, was viele Händler in Rheinland-Pfalz und dem Saarland täglich erleben: Ladendiebstahl bleibt ein massives Problem und die offiziellen Zahlen zeigen nur die Spitze des Eisbergs. Rückgang bei einfachen Diebstählen: kein Grund zur Entwarnung Bundesweit wurden 2025 insgesamt 357.651 einfache Ladendiebstähle registriert, ein Rückgang von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch dieser scheinbar positive Trend täuscht. Der Handelsverband Deutschland (HDE) schätzt, dass mehr als 90 Prozent aller Ladendiebstähle gar nicht erst zur Anzeige kommen. Viele Händler haben resigniert: Anzeigen werden in der Praxis selten weiterverfolgt, Strafverfahren häufig eingestellt. Der bürokratische

Starter Stipendium Saar: Bis zu 36.000 Euro für Gründer – jetzt bewerben

16. April 2026|HVSUEW, Saarland, Top News|

Die sechste Runde des Starter Stipendiums Saar ist gestartet. Saarländische Startups können sich ab sofort um eine Förderung von bis zu 36.000 Euro bewerben. Bewerbungsschluss ist der 15. Mai 2026. Was wird gefördert? Das Programm unterstützt junge Unternehmen mit innovativen Ideen – egal ob technologisch, kreativ oder nachhaltig ausgerichtet. Voraussetzungen auf einen Blick: Gründung liegt nicht länger als 18 Monate zurück Sitz oder Gründungsvorhaben im Saarland Innovativer Ansatz – technologisch, kreativ oder nachhaltig Was gibt es? Bis zu 36.000 Euro finanzielle Förderung Zugang zu einem Netzwerk aus Mentoren und Experten aus der Region Begleitung durch die Saarland Offensive für Gründung

Mehrwertsteuererhöhung: Der Handel sagt Nein!

10. April 2026|HVMITTE, HVSUEW, Mittelrhein, Pfalz, Rheinhessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Top News, Trier|

Der Handelsverband Südwest schließt sich dem bundesweiten Widerstand gegen eine mögliche Anhebung der Mehrwertsteuer an. Die Stimmung unter den Händlern ist angespannt, die Zahlen alarmierend. In Berlin kursiert seit Wochen eine Idee, die im Einzelhandel für erhebliche Unruhe sorgt. Aus Koalitionskreisen wird diskutiert, den regulären Mehrwertsteuersatz von 19 auf 21 Prozent anzuheben, um Löcher im Bundeshaushalt zu stopfen und Entlastungen bei der Einkommensteuer gegenzufinanzieren. Beschlossen ist nichts. Aber allein die Debatte richtet Schaden an. Für den Handelsverband Südwest ist die Sache klar: wir lehnen jede Erhöhung der Mehrwertsteuer entschieden ab. Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Scherer hatte bereits im Frühjahr betont, dass

Nach oben