Gemeinsam stärker: Aktionen mit Nachbarhändlern organisieren

Gemeinsam stärker: Aktionen mit Nachbarhändlern organisieren

Veröffentlicht am: 30. Juli 2026Kategorien: FDF, HVSUEW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Top News

Wer allein für Laufkundschaft sorgt, hat es oft schwerer als eine ganze Straße oder ein Quartier, das an einem Strang zieht. Gemeinsame Aktionen mit benachbarten Geschäften kosten wenig, bringen aber oft mehr Sichtbarkeit als Einzelmaßnahmen.

Warum sich Zusammenarbeit lohnt

Kunden, die wegen eines Geschäfts in die Straße kommen, entdecken oft nebenbei weitere Läden, wenn diese sichtbar aufeinander verweisen. Eine gemeinsame Aktion bündelt zudem den Werbeaufwand: Statt dass jeder Betrieb allein Flyer druckt oder Social-Media-Posts erstellt, teilen sich mehrere Geschäfte die Arbeit und die Reichweite. Auch der Handelsverband Deutschland betont, dass lokale Rabattaktionen und gemeinsame Veranstaltungen von Händlern dazu beitragen können, dass Innenstädte wieder stärker als Treffpunkt wahrgenommen werden.

Ideen für gemeinsame Aktionen

  • Ein gemeinsamer Aktionstag, etwa mit verlängerten Öffnungszeiten oder kleinen Rabatten in mehreren Geschäften gleichzeitig
  • Ein gemeinsamer Einkaufsgutschein, der bei mehreren teilnehmenden Läden eingelöst werden kann. In Aalen etwa gibt es mit dem „City-Star“ einen Gutschein im Scheckkartenformat, der in über 50 Betrieben der Innenstadt einlösbar ist
  • Gebündelte Werbung: In Bocholt haben sich Händler für einen gemeinsamen Werbespot zusammengeschlossen, in Lauterbach für eine gemeinsame Anzeige, die alle teilnehmenden Geschäfte auf einen Blick zeigt
  • Gemeinsame Deko oder ein Motto für das Schaufenster in der ganzen Straße
  • Gegenseitige Empfehlung: Aushänge oder Flyer der Nachbarläden an der eigenen Kasse
  • Digitale Vernetzung über Plattformen wie nebenan.de, die mit der Initiative „Kauf nebenan“ gezielt lokale Händler unterstützt

Wie der Einstieg gelingt

Am einfachsten beginnt man mit den direkten Nachbarn, mit denen ohnehin schon ein loser Austausch besteht. Ein kurzes Gespräch reicht oft aus, um eine erste kleine Aktion zu vereinbaren, etwa für einen einzelnen Wochenendtag. Klappt das gut, lässt sich daraus eine regelmäßige Zusammenarbeit entwickeln, ohne dass gleich ein aufwendiges Konzept nötig ist.

Praxistipps für die Umsetzung

💡 Mit den direkten Nachbarn starten, nicht gleich die ganze Straße organisieren wollen

💡 Klein anfangen, etwa mit einem einzelnen Aktionstag

💡 Aufgaben und Werbeaufwand von Anfang an fair aufteilen

💡 Bei Erfolg feste Termine vereinbaren, etwa einmal im Quartal

Wer den ersten Schritt auf die Nachbarn zugeht, gewinnt oft mehr als nur eine gemeinsame Aktion – er legt den Grundstein für eine Innenstadt, die als Ganzes überzeugt statt als Summe einzelner Geschäfte.

(Text: Handelsverband Südwest e. V./ks; Bild: AdobeStock_361340544)

Die letzten Artikel

Von Berlin nach Düsseldorf: Retail Garage wird zu Retail+ DUS – der Showroom für Handelsinnovationen

7. Mai 2025|Top News|

Berlin. Im April 2023 öffnete der Showroom Retail Garage im „The Playce“ am Potsdamer Platz erstmals seine Tore. Nun zieht das Handelskonzept weiter und findet in Düsseldorf eine neue Heimat: im Showroom Retail+ DUS. Seit seiner Eröffnung im April 2023 ist die Retail Garage in Berlin, die vom Handelsverband Deutschland, dem EHI Retail Institute und dem Mittelstand-Digital Zentrum Handel initiiert wurde, Treffpunkt für fachlichen und praxisnahen Austausch rund um Handelstechnologien. Start-ups sowie etablierte Unternehmen und Bildungsinstitutionen nutzen die Retail Garage, um innovative Technologien und zukunftsweisende Lösungen für den Handel auf 300 m² zu präsentieren – von Kameratechnologie und Self-Checkout bis

Digital Markets Act: DMA

7. Mai 2025|Rezensionen|

Article-by-Article Commentary Beschreibung Mit dem Digital Markets Act (DMA) unterliegen die großen Plattformbetreiber bestimmten Verhaltenspflichten. Der neue Kommentar erläutert praxisnah die Vorschriften des DMA und seine Auswirkungen auf die digitalen „Gatekeeper“ sowie die gewerblichen und privaten Nutzerinnen und Nutzer der Plattformen. Rupprecht Podszun, Professor an der Universität Düsseldorf, Experte für Wettbewerbsrecht und digitale Regulierung, Berater während des Gesetzgebungsverfahrens des DMA. Philipp Bongartz, Europäische Kommission | Sophie Gappa, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz | Silke Heinz, Heinz & Zagrosek | Björn Herbers, CMS | Florian Huerkamp, Herbert Smith Freehills | Thorsten Käseberg, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz | Alexander Kirk, Universität

Auftaktworkshop der Fußverkehrs-Checks Rheinland-Pfalz in Zweibrücken

5. Mai 2025|Top News|

Zweibrücken. Die Stadt Zweibrücken nimmt die Fußverkehrsbeziehungen zwischen dem Bubenhauser Kreisel und der Innenstadt unter die Lupe: Am 12. Mai  starten die Fußverkehrs-Checks Rheinland-Pfalz mit einem Auftaktworkshop. Die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Politik und Verbänden die Belange der zu Fuß Gehenden zu diskutieren: Was funktioniert bereits gut? Welche Probleme gibt es? Wo kann man gut und sicher zu Fuß gehen? Wo fehlt Platz? Wo könnte vielleicht ein Zebrastreifen beim Queren einer Straße helfen? Ziel des Fußverkehrs-Checks ist es, dass unterschiedliche Akteurinnen und Akteure die Belange des Fußverkehrs aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Kern

Nach oben