Alzey wird Modellstadt für besseren Fußverkehr
Alzey. Alzey ist eine von zehn Kommunen in Rheinland-Pfalz, die für den landesweiten Fußverkehrs-Check ausgewählt wurden. Das bedeutet: Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Fachleuten und der Stadtverwaltung werden zentrale Wege in der Alzeyer Innenstadt zu Fuß unter die Lupe genommen. Ziel ist es, Barrieren und Probleme zu identifizieren und Lösungen für eine fußgängerfreundlichere Innenstadt zu entwickeln und so – getreu dem Motto des Projekts – Schritt für Schitt zur Innenstadt der Zukunft zu kommen.
Ein wichtiger Schritt für eine lebenswerte Stadt
Bürgermeister Steffen Jung sieht in dem Projekt eine große Chance für Alzey: „Die Teilnahme am Fußverkehrs-Check ist ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung unserer Innenstadt. Wir wollen, dass sich alle Alzeyerinnen und Alzeyer sowie Besucherinnen und Besucher sicher und komfortabel zu Fuß bewegen können. Das fördert nicht nur die Lebensqualität, sondern macht unsere Stadt auch für den Handel und den Tourismus noch attraktiver.“
Schon in den vergangenen Jahren wurde mit dem Ausbau barrierefreier Straßenquerungen, dem Stadtspaziergang für alle oder der Rollbahn über Fisch- und Roßmarkt einiges in die Infrastruktur für Fußgänger investiert. „Doch es gibt noch einige Stellen mehr in der Stadt, an denen es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Mit dem Fußverkehrscheck des Landes bekommen wir hierbei Profis an die Seite gestellt, die uns dabei unterstützen, die Situation nachhaltig weiter zu verbessern“, so der Stadtchef.
Zwei Begehungen mit Bürgerinnen und Bürgern
In zwei Workshops und Begehungen werden folgende Aspekte analysiert:
- Sichere und attraktive Querungsmöglichkeiten: Wo gibt es Verbesserungsbedarf bei Ampeln und Zebrastreifen?
- Aufenthaltsqualität: Wie lassen sich Straßen und Plätze fußgängerfreundlicher gestalten?
- Verkehrsflächen: Sind Gehwege ausreichend breit und barrierefrei?
- Verkehrsberuhigung: Wo führen Lärm und Abgase zu Problemen?
- Angsträume vermeiden: Wie kann man dunkle oder unübersichtliche Ecken sicherer machen?
Große Bedeutung für Alzey
Als wachsendes Mittelzentrum gewinnt der Fußverkehr in Alzey immer mehr an Bedeutung. Die Stadt arbeitet bereits an der Aufwertung der Innenstadt – der Fußverkehrs-Check ist eine perfekte Ergänzung. Insbesondere die Achse vom Bahnhof ins Zentrum, das Museum, die Tiefgarage sowie Parkplatz „Zentrum“ stehen im Fokus der Betrachtung.
„Mit dem Fußverkehrs-Check können wir konkrete Maßnahmen entwickeln, um unsere Stadt noch lebenswerter zu machen“, betont Bürgermeister Jung. „Davon profitieren nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch der Einzelhandel und die Gastronomie.“
Das Land übernimmt die Kosten für den Fußverkehrs-Check und stellt ein erfahrenes Fachbüro zur Seite. Damit erhält Alzey professionelle Unterstützung auf dem Weg zu einer noch fußgängerfreundlicheren Stadt.
Beteiligung erwünscht!
Die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich aktiv an den Begehungen und Workshops zu beteiligen. Die genauen Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Gemeinsam gestalten wir eine Stadt, die Schritt für Schritt noch lebenswerter wird!
(Pressestelle Stadt Alzey/hv/cb; Foto: AdobeStock_482691976)
Die letzten Artikel
HDE-Konsumbarometer Mai 2026: Verbraucherstimmung setzt Talfahrt fort
Die Verbraucherstimmung in Deutschland befindet sich weiter im Abwärtstrend und sinkt auf den niedrigsten Wert seit über drei Jahren. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Für den Mai ist damit der stärkste Rückgang seit Januar 2024 und der tiefste Stand seit Februar 2023 zu verzeichnen. Pessimismus auf breiter Front Vor allem zwei Faktoren trüben die Stimmung deutlich ein: steigende Preise und wachsende Sorgen um eine schwache Konjunktur. Die Verbraucher blicken so pessimistisch auf die wirtschaftliche Entwicklung wie seit Januar 2023 nicht mehr. Die Hoffnungen vom Beginn des Jahres auf eine konjunkturelle Erholung wurden durch den
Saarland verlängert Rückmeldefrist für Corona-Soforthilfen – Moratorium schützt Unternehmen
Die saarländische Landesregierung hat angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges die Rückmeldefrist für die Selbstauskunft zu den Corona-Soforthilfen des Bundes bis Ende 2026 verlängert. Gleichzeitig hat das Land ein Moratorium für Rückforderungen verfügt, eine Entscheidung, die insbesondere kleinen Einzelhandelsbetrieben, inhabergeführten Geschäften und Soloselbstständigen zugutekommen dürfte, die auch heute noch mit den wirtschaftlichen Nachwirkungen der Pandemie und der aktuellen Konjunkturlage zu kämpfen haben. Hintergrund In der Corona-Krise konnten Unternehmen Soforthilfen beim Bund beantragen, auf Basis einer einfachen Selbstauskunft. Im Nachgang sind die Empfänger verpflichtet, den tatsächlich entstandenen Liquiditätsengpass zu dokumentieren. Wer weniger Schaden hatte als angegeben, muss einen Teil der
Polizeiliche Kriminalstatistik 2025: Ladendiebstahl weiterhin auf hohem Niveau
Die kürzlich veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 bestätigt, was viele Händler in Rheinland-Pfalz und dem Saarland täglich erleben: Ladendiebstahl bleibt ein massives Problem und die offiziellen Zahlen zeigen nur die Spitze des Eisbergs. Rückgang bei einfachen Diebstählen: kein Grund zur Entwarnung Bundesweit wurden 2025 insgesamt 357.651 einfache Ladendiebstähle registriert, ein Rückgang von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch dieser scheinbar positive Trend täuscht. Der Handelsverband Deutschland (HDE) schätzt, dass mehr als 90 Prozent aller Ladendiebstähle gar nicht erst zur Anzeige kommen. Viele Händler haben resigniert: Anzeigen werden in der Praxis selten weiterverfolgt, Strafverfahren häufig eingestellt. Der bürokratische

